Häufige Fragen
Antworten zu Datenschutz, Plattformen, Lizenzmodell und dem Unterschied zwischen Desktop-Client und Server-Version – inklusive vollständiger Liste, was genau erkannt wird und warum.
7 Tage lässt sich das Programm ohne Einschränkung voll nutzen. Wenn du es danach weiter nutzen möchtest, holst du dir eine Lizenz. Die Lizenz ist aktuell kostenlos und auf 3 Monate begrenzt – du kannst sie immer wieder verlängern, solange es keine kostenpflichtigen Lizenzen gibt.
Was genau erkennt AtlayaSpamHunter – und warum ist es gefährlich?
Die kurze Antwort steht in den Fragen weiter unten. Die ausführliche Antwort mit allen Bedrohungsarten und typischen Beispielen steht im Abschnitt „Welche Bedrohungen erkennt AtlayaSpamHunter im Detail?“, besonders trickreiche Maschen (Sextortion, Fake-Börsen, Thread Hijacking, Social Engineering ohne Anhang) sind im Abschnitt „Besonders trickreiche Maschen im Detail“ genauer erklärt.
Verlassen meine E-Mails meinen Rechner?
Für die Erkennung selbst nicht: Die Stufe-1-Heuristik läuft komplett lokal, das Stufe-2-KI-Modell läuft ebenfalls lokal auf deinem Gerät. Einzige Ausnahme ist der optionale Abgleich der Absenderdomain gegen öffentliche Blocklisten (z. B. Spamhaus DBL) – dabei wird nur die Domain angefragt, nicht der Mail-Inhalt. Nutzt du Lemonade für Stufe 2, akzeptiert AtlayaSpamHunter ausschließlich einen Server auf deinem eigenen Rechner (localhost/127.0.0.1) – ein entfernter Server wird abgelehnt.
Brauche ich den Server, damit der Windows/Linux/macOS-Client funktioniert?
Nein. Jeder Desktop-Client läuft vollständig eigenständig mit eigener Mail-Anbindung und Erkennung. Der Server ist ein separates, optionales Produkt für Selfhosting (NAS/Homeserver/VPS) ohne laufenden Desktop.
Ist AtlayaSpamHunter kostenlos?
AtlayaSpamHunter lässt sich zeitlich begrenzt uneingeschränkt kostenlos testen. Die aktuellen Preise und ein eventuell laufendes kostenloses Aktionsangebot stehen auf der Preise-Seite. Bestellt wird direkt im Programm über Hilfe → „Lizenz kaufen“; die Lizenz kommt danach per E-Mail mit einem Ein-Klick-Aktivierungslink. Aktuell wird AtlayaSpamHunter noch nicht verkauft: Nach der Testphase gibt es eine kostenlose 3-Monats-Lizenz, die sich nach Ablauf kostenlos erneut anfordern lässt, solange diese Aktion läuft – das Programm weist dich freundlich darauf hin. Die Aktion ist ein freiwilliges Angebot ohne Anspruch auf Fortführung.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich AtlayaSpamHunter deinstalliere?
Deine Lizenz bzw. deine 7-Tage-Testphase bleibt erhalten – eine spätere Neuinstallation funktioniert dadurch sofort weiter, ohne dass du deine Lizenzdatei erneut per Mail-Link importieren musst und ohne dass dabei eine deiner maximal 2 erlaubten Neuinstallationen verbraucht wird. Deine E-Mail-Konten-Zugangsdaten, dein Scan-Verlauf und heruntergeladene KI-Modelldateien werden dagegen bei der Deinstallation vollständig entfernt.
Warum sendet AtlayaSpamHunter bei der Installation eine Geräte-Kennung an einen Server?
Damit die 7-tägige Testphase nicht durch beliebig häufiges Deinstallieren/Neuinstallieren umgangen werden kann. Beim Start der Testphase fragt das Programm einmalig deinen Namen und deine E-Mail-Adresse ab (Pflichtfeld) und überträgt sie zusammen mit einem Geräte-Hash aus der Windows-„MachineGuid“ und der Volume-Seriennummer deines Systemlaufwerks – kein umkehrbarer Hardware-Fingerabdruck, sondern nur eine Wiedererkennung derselben Maschine. Name/E-Mail dienen ausschließlich Rückfragen zur Testphase und werden nur intern eingesehen. Maximal 2 Neuinstallationen setzen die Testphase zurück, danach bleibt der ursprüngliche Beginn eingefroren. Ohne bestätigte Serverantwort startet die App gar nicht erst in die Testphase.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich eine Lizenz per Mail anfrage oder Support kontaktiere?
Der „Lizenzieren“- bzw. „Mail an Support“-Button öffnet eine vorausgefüllte E-Mail an uns in deinem eigenen Mailprogramm – du siehst und bestätigst den Versand selbst, es wird nichts automatisch verschickt. Enthalten sind deine Angaben (z. B. gewünschter Tarif) und deine Geräte-Kennung. Details siehe Datenschutzerklärung.
Ist der Quellcode einsehbar?
Nein, bewusst nicht – AtlayaSpamHunter ist Closed Source (Atlaya SpamHunter License, ASHL v1.0). Nur die kompilierten Programme werden verteilt.
Welche E-Mail-Konten werden unterstützt?
Jedes Postfach mit IMAP- oder POP3-Zugang (mit TLS/SSL) – unabhängig vom Anbieter.
Was passiert bei einem falschen Alarm (False Positive) – und kann ich auch eine übersehene Spam-Mail nachträglich markieren?
Beides geht: Jede Mail lässt sich unabhängig von der automatischen Einstufung manuell als „Spam“ oder als „sauber“ markieren – nicht nur eine Freigabe in eine Richtung. Über einen „Zurücksetzen“-Button lässt sich die manuelle Bewertung jederzeit wieder aufheben, dann gilt wieder die automatische Einstufung.
Kann ich nachvollziehen, welche Tests bei einer Mail gelaufen sind – auch wenn nichts gefunden wurde?
Ja. Jede Mail zeigt über einen „Details“-Button, welche Prüfungen gelaufen sind: Authentifizierung (SPF/DKIM/DMARC), Absender-Reputation/Blacklist-Abgleich, Anhänge, Absenderdomain (Lookalike-/Unicode-Erkennung), Inhaltssignale und – falls durchgeführt – die Stufe-2-KI-Analyse. Bei einem Fund steht dort, welcher Test angeschlagen hat und warum; bei einer sauberen Mail steht dort trotzdem, welche Tests gelaufen sind und dass sie unauffällig waren, statt einfach nichts anzuzeigen.
Kann ich bestimmte Absender von der KI-Prüfung ausnehmen?
Ja, über eine Whitelist (einzelne Adresse oder ganze Domain, eintragbar direkt aus der Mail-Liste heraus oder in den Einstellungen). Whitelistete Absender überspringen die aufwändigere Stufe-2-KI-Prüfung (außer bei harten Hinweisen) – die schnellen Stufe-1-Tests (Authentifizierung, Blacklist, Anhänge usw.) laufen trotzdem immer weiter. Ist ein Whitelist-Absender zusätzlich authentifiziert (DMARC bzw. passendes DKIM bestanden), werden weiche Warnsignale wie eine abweichende Antwortadresse oder ein Markenname im Text abgeschwächt – eine Reservierungsbestätigung eines bekannten Betriebs wird so grün statt gelb. Eine bloße Adresse in der Whitelist genügt dafür nicht, denn Absenderadressen lassen sich fälschen; harte Funde (Blocklisten, Anhänge, Server-Spam-Markierung, Linktext-Widerspruch usw.) werden nie abgeschwächt.
Läuft AtlayaSpamHunter auch auf älterer/schwächerer Hardware?
Das ist ein zentrales Entwurfsziel: die Heuristik-Stufe braucht kaum Ressourcen, und für das lokale KI-Modell steht eine kleine, quantisierte Variante (ab ca. 1 Milliarde Parameter) zur Wahl. Ressourcentests auf bewusst schwacher Testhardware sind Teil der Roadmap, bevor der erste Windows-Release als fertig gilt. Wer eine leistungsfähige Grafikeinheit hat (NVIDIA oder AMD), kann außerdem deutlich größere Modelle nutzen, etwa über den lokalen Lemonade-Server.
Was macht das lokale KI-Modell (Stufe 2) genau, und muss ich eins einrichten?
Stufe 1 prüft jede Mail sofort anhand fester Regeln: Authentifizierung (SPF/DKIM/DMARC), Absender-Reputation/Blocklisten, Anhänge, Lookalike-Domains und auffällige Formulierungen. Bei eindeutigen Fällen reicht das völlig aus. Bei Grenzfällen – wenn Stufe 1 weder klar „sauber“ noch klar „gefährlich“ sagen kann – befragt AtlayaSpamHunter zusätzlich ein kleines, lokales KI-Modell, das den Zusammenhang genauer einschätzt (z. B. bei Spear-Phishing oder CEO-Betrug ohne verräterischen Anhang). Stufe 2 ist optional: ohne eingerichtetes Modell funktioniert die Erkennung normal weiter, nur eben ausschließlich mit Stufe 1. Ist ein Modell eingerichtet, läuft es komplett offline auf dem eigenen Rechner – es werden keine Mail-Inhalte an einen externen Dienst gesendet. Die Prüfung läuft wahlweise über die eingebaute Engine oder über einen lokalen Lemonade-Server; Hardware-Auswahl, Ablauf und Lemonade werden in den Fragen weiter unten erklärt.
Muss ich das KI-Modell extra herunterladen, auch wenn ich schon eins habe (z. B. über LM Studio)?
Nicht zwingend: AtlayaSpamHunter durchsucht bekannte lokale Modell-Ordner (aktuell: LM Studio) nach bereits vorhandenen GGUF-Modellen und bietet sie direkt zur Auswahl an, statt sie erneut herunterzuladen. Zusätzlich steht ein kleiner, kuratierter Katalog bereit (rund 1 bis 3 Milliarden Parameter, je nach erkannter Hardware empfohlen). Jedes zur Auswahl stehende Modell bekommt eine geschätzte Eignungsanzeige für die Spam-/Phishing-Erkennung (Modellgröße, Instruct-Tuning, Quantisierungsstufe, Passung zur eigenen Hardware) mit kurzer Begründung. Das ist eine nachvollziehbare Einschätzung als Orientierungshilfe bei mehreren vorhandenen Modellen – kein gemessener Benchmark, dafür müsste jedes Modell tatsächlich geladen und gegen Testmails laufen gelassen werden. Läuft Lemonade auf deinem Rechner, erscheinen auch dessen Modelle in derselben Liste – bereits heruntergeladene sind sofort nutzbar, weitere haben einen „Herunterladen“-Knopf (der Download läuft über Lemonade in dessen eigenen Modell-Speicher).
Kann ich die GPU für die KI-Erkennung nutzen?
Ja, je nach Grafikkarte auf zwei Wegen. NVIDIA: optional über CUDA – der reguläre Download läuft ohne GPU auf jedem Windows-Rechner, ein CUDA-Build ist ein zusätzlicher, lokaler Build-Schalter, weil er zur Laufzeit die passenden CUDA-Bibliotheken auf dem Zielrechner braucht; alternativ kann Lemonade auf NVIDIA-Karten CUDA oder Vulkan nutzen. AMD (Radeon, Ryzen AI): über den lokalen Lemonade-Server mit ROCm oder Vulkan, ohne dass ein Spezial-Build von AtlayaSpamHunter nötig wäre. Engine und Backend stellst du unter „KI-Modell (Stufe 2)“ ein – Einzelheiten in der Frage zur Hardware-Auswahl.
Welche KI-Engine und welches Modell passt zu meiner Hardware?
Nur CPU oder keine passende Grafikkarte: eingebaute Engine mit einem Katalogmodell (etwa 1–3 Milliarden Parameter), das anhand deines Arbeitsspeichers empfohlen wird. NVIDIA-Grafikkarte: eingebaute Engine im CUDA-Build (Schalter „GPU-Beschleunigung nutzen“) oder Lemonade mit CUDA bzw. Vulkan. AMD Radeon oder Ryzen AI (z. B. Ryzen AI Max): Lemonade – im Modus „Automatisch“ mit ROCm, alternativ mit Vulkan; ist eine AMD-NPU vorhanden, stehen zusätzlich NPU-Modelle zur Auswahl. Intel- und andere Grafikchips: eingebaute Engine auf der CPU. Die Hardware-Zeile in den Einstellungen zeigt RAM und Grafikchip; bei AMD-Chips mit gemeinsamem Speicher steht nur der Name, weil ein VRAM-Wert dort nichts aussagt. Jedes Modell bekommt eine geschätzte Eignungsanzeige (Größe, Instruct-Tuning, Quantisierung, Passung zum Arbeitsspeicher) – eine Orientierung, kein Benchmark. Wichtig: Sehr kleine Modelle halten das geforderte Antwortformat nicht immer ein – in Tests scheiterten Modelle mit 1,2 und 1,7 Milliarden Parametern daran. Ihre Antwort wird dann verworfen, und die Mail zählt als „keine zusätzliche Bedrohung“. Mit einer schnellen GPU lohnt sich deshalb ein größeres Modell über Lemonade; ein Modell mit 35 Milliarden Parametern lieferte im selben Test korrekte Antworten. Die Modellliste bewertet solche kleinen Modelle deshalb deutlich schlechter; bei Lemonade-Modellen bekommen sie nie den Empfehlungsstern.
Wie läuft eine KI-Prüfung ab, und was passiert, wenn die KI ausfällt?
Modell wählen: Beim Auswählen speichert die App deine Wahl, lädt das Modell (bei Lemonade im Server mit dem gewählten Backend) und zeigt in der Statuszeile die aktive Engine, z. B. „Lemonade · Modellname · ROCm“. Prüfung: Stufe 1 bewertet jede Mail sofort. Ein Grenzfall (Risiko-Score 25–90) oder ein harter Einzelhinweis – Spam-Markierung des Mailservers, gefälschte eigene Absenderdomain, Anzeigename-/Domain-Widerspruch bei Code-Mails, abweichende Antwortadresse, Treffer in der Spam-Lernliste – löst Stufe 2 aus; bei Whitelist-Absendern, die zusätzlich authentifiziert sind, nur die harten Hinweise (ohne Authentifizierungsnachweis wird wie bei einem unbekannten Absender geprüft). Die App lädt dann den vollständigen Mailtext nach, stellt Betreff, Absender, Kopfzeilen, Links, Textauszug und Stufe-1-Funde zusammen und schickt denselben Prompt an die gewählte Engine. Dazu kommt ein vom Programm geprüfter Vertrauenskontext (Whitelist, SPF/DKIM/DMARC, passt die Antwortadresse zum Anzeigenamen, Domain schon als sauber bestätigt) – der Mailtext kann ihn nicht fälschen. Danach prüft die App jede Bedrohungsaussage der KI gegen den Mailinhalt: Eine unbelegte Vermutung (z. B. ‚2FA-Phishing‘ ohne Code oder Login im Text) wird abgewertet, bei einem bekannten, authentifizierten Absender verworfen; bei einem solchen Absender werden zudem weiche Warnsignale wie eine abweichende Antwortadresse abgeschwächt. Deine Korrekturen lernt die KI direkt: Was du als sauber oder Spam markierst, geht – zusammen mit den damals verworfenen Verdachtsmomenten – als Beispiel in den Prompt, sobald eine ähnliche Mail eintrifft (gleiche Absenderdomain oder sehr ähnlicher Betreff; öffentliche Anbieter wie gmail.com zählen nicht als Domain-Treffer). Ein solches Beispiel ist für die KI verbindlicher als ihre eigene Einschätzung. Die Antwort ist eine Kategorie mit Konfidenz und Begründung, „unauffällig“ oder „Fehlalarm“; ein Fehlalarm hebt eine Warnung erst ab 70 % Konfidenz und nur mit konkretem Beleg auf und wird als „sauber“ gelernt. Wenn die KI ausfällt: Ist Lemonade nicht erreichbar oder die Antwort nicht auswertbar, bleibt es beim Stufe-1-Ergebnis – der Hintergrund-Scan bricht nie ab und markiert keine Mail wegen eines KI-Fehlers. Wurde in Lemonade zwischenzeitlich ein anderes Modell geladen (Lemonade hält standardmäßig ein Textmodell gleichzeitig) oder der Server neu gestartet, lädt AtlayaSpamHunter das gewählte Modell vor der nächsten Prüfung mit dem gewählten Backend neu. Startet Lemonade erst nach dem Programm, versucht die App beim Start rund zwei Minuten lang, das Modell nachzuladen, sonst beim nächsten Abruf. Bei „Jetzt mit KI prüfen“ zeigt die App einen Verbindungsfehler an, statt die Mail als unauffällig zu werten. Deine Modellwahl bleibt auch dann gespeichert, wenn das Laden scheitert.
Was ist Lemonade, und muss ich es installieren?
Lemonade ist der lokale KI-Server von AMD (lemonade-server.ai) und ein eigenständiges Programm – AtlayaSpamHunter bringt es nicht mit und braucht es nicht: Ohne Lemonade läuft die eingebaute Engine weiter, ohne Modell nur Stufe 1. Die App findet einen laufenden Lemonade-Server automatisch (Umgebungsvariablen LEMONADE_HOST/LEMONADE_PORT, sonst Port 13305 ab Lemonade 10 und Port 8000 bei älteren Versionen); die Adresse lässt sich in den Einstellungen auch von Hand eintragen. Aus Datenschutzgründen werden nur Server auf deinem eigenen Rechner akzeptiert (localhost/127.0.0.1) – auch beim Import von Einstellungen. Ein API-Schlüssel wird nur aus der Umgebungsvariable LEMONADE_API_KEY gelesen und nie gespeichert. Die Modelle verwaltet und lädt Lemonade selbst in seinem eigenen Modell-Speicher, den es sich mit anderen Programmen teilt; AtlayaSpamHunter zeigt den Download-Fortschritt an. In der Liste stehen heruntergeladene Chat-Modelle sowie von Lemonade empfohlene – ohne Reasoning-, Vision- und Audio-Modelle, die für die kurze Klassifikation überdimensioniert wären; NPU-Modelle nur, wenn eine AMD-NPU vorhanden ist. Fehlt Lemonade im Modus „Automatisch“, ist das nur ein Hinweis; als Fehler wird es erst gezeigt, wenn du Lemonade ausdrücklich gewählt hast. Ist Lemonade installiert, aber nicht gestartet (z. B. von einem anderen Programm beendet), startet AtlayaSpamHunter es selbst – im Modus „Automatisch“ nur mit einer AMD- oder NVIDIA-Karte, nie bei einer selbst eingetragenen Adresse. Die Statusanzeige in den Einstellungen aktualisiert sich dabei von selbst.
Kann ich mehrere Postfächer gleichzeitig prüfen lassen?
Ja – beliebig viele IMAP-/POP3-Konten lassen sich parallel einrichten, jedes mit eigenem Label. Die Mail-Übersicht zeigt zu jedem Fund, aus welchem Konto er stammt, und lässt sich nach Konto filtern. Jedes Konto hat außerdem einen eigenen Pause-Schalter – pausierte Konten werden weder beim automatischen Abruf noch bei „Alle scannen“ berücksichtigt.
Sehe ich, ob die GPU während der KI-Prüfung tatsächlich genutzt wird?
Ja – eine kleine Statuszeile im Programmkopf zeigt laufend CPU- und RAM-Auslastung, bei erkannter GPU zusätzlich GPU-Auslastung und belegten Grafikspeicher und bei vorhandener NPU deren Auslastung. Bei NVIDIA kommen die Werte von nvidia-smi (inklusive VRAM-Gesamtwert), bei AMD- und Intel-Grafik sowie der AMD-NPU aus den Windows-Leistungszählern; bei AMD-Chips mit gemeinsamem Speicher wird nur der belegte Speicher angezeigt. Läuft gerade eine Stufe-2-KI-Prüfung, siehst du dort, ob die Last tatsächlich auf GPU oder NPU ansteigt – auch bei ROCm über Lemonade.
Sehe ich auch ohne geöffnetes Fenster, wie viele auffällige Mails es gibt?
Ja – ein Rechtsklick auf das Tray-Icon zeigt live die Anzahl grüner (sauber), gelber, oranger und roter (gefährlich) Mails, zusätzlich zum „Jetzt prüfen“-Menüpunkt. Ein Klick auf eine dieser Zahlen öffnet das Fenster direkt in der dorthin gefilterten Mail-Liste. Ob das Tray-Icon im Windows-Infobereich selbst immer sichtbar bleibt oder im Overflow-Pfeil „^“ versteckt wird, legt allerdings Windows fest, nicht die App – dafür bietet die App nur einen bequemen Link zur passenden Windows-Einstellungsseite.
Gibt es die App auch auf Englisch oder in anderen Sprachen, und ein helles Design?
Ja – Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch sind im Programmkopf umschaltbar, ebenso ein helles und ein dunkles Design. Von der Erkennung selbst gelieferte Texte (z. B. die Begründung eines KI-Fundes) bleiben aktuell auf Deutsch, nur die Bedienoberfläche selbst wird übersetzt.
Funktioniert das auch im Hintergrund auf dem Handy?
Android/iOS sind noch nicht umgesetzt (siehe „Über das Projekt“) – geplant ist auf Android ein periodisches Prüfen im Hintergrund (abhängig vom Akku-Sparmodus des Systems), auf iOS wegen der Apple-Beschränkungen für Drittanbieter-Mail-Apps im ersten Schritt nur eine Prüfung beim Öffnen der App.
Erfahre ich automatisch, wenn es eine neue Version gibt?
Ja. Solange AtlayaSpamHunter läuft, prüft die App kurz nach dem Start und danach alle paar Stunden, ob es eine neuere Version gibt – unabhängig von der Einstellung „Automatische Hintergrundprüfung“ und ohne etwas zu installieren. Gibt es ein Update, erscheint neben der Versionsnummer im Kopf der App „Update X verfügbar“; ein Klick zeigt die Änderungen dieser Version und lässt dich das Update installieren. Ein Klick auf die Versionsnummer selbst zeigt das Changelog der installierten Version, und unter Hilfe → „Updates & Changelog“ findest du es samt Link zum vollständigen Changelog auf der Webseite. Automatisch installiert wird nur, wenn du das unter Hilfe → Über → Updates ausdrücklich eingestellt hast.
Kann ich der KI sagen „diese Mail ist korrekt“ – und merkt sie sich das?
Ja – mit „Als sauber markieren“ an der Mail. Die App merkt sich dann die Absenderdomain, den Betreff und welche Verdachtsmomente du als unbegründet bestätigt hast. Das wirkt sofort in einer Hinsicht: Bei ähnlichen künftigen Mails bekommt die KI dein Urteil als konkretes Beispiel im Prompt und stuft sie entsprechend ein. Für einen zweiten, weitergehenden Effekt – dass genau diese Verdachtsmomente bei dieser Domain künftig automatisch entfallen, ganz ohne erneute KI-Prüfung – gibt es seit Version 1.8.1 den „KI-Autopiloten“ (Einstellungen, standardmäßig ausgeschaltet): Erst wenn du dieselbe Domain mindestens zweimal bestätigt hast, greift diese Automatik, erkennbar am Abzeichen „automatisch gelernt“ in der Mailliste. Beide Effekte gelten nur, wenn die Mail zusätzlich authentifiziert ist (DMARC bzw. passendes DKIM bestanden), damit eine gefälschte Absenderadresse die Regel nicht ausnutzen kann; harte Belege wie Blocklisten, Anhänge oder Server-Spam-Markierung bleiben immer bestehen, und der Autopilot wirkt ausschließlich auf die Einstufung – nie auf Löschen oder Verschieben einer Mail. „Als Spam markieren“ funktioniert umgekehrt und unverändert: ähnliche Mails werden sofort erkannt, und die KI bekommt sie als Beispiel. Das KI-Modell selbst wird dabei nicht neu trainiert – gelernt wird lokal in deiner Liste, nichts verlässt den Rechner.
Wie sicher werden meine Zugangsdaten und Backups gespeichert?
Nichts Kontobezogenes liegt im Klartext auf deinem Rechner: Server, Benutzername und Passwort deiner Postfächer sowie Scan-Verlauf und Lernlisten werden verschlüsselt gespeichert (XChaCha20-Poly1305). Der Schlüssel liegt im Windows-Anmeldeinformations-Manager und ist an dein Windows-Benutzerkonto gebunden. Das Backup („Einstellungen → Einstellungen sichern“) ist mit einer Passphrase deiner Wahl verschlüsselt (Argon2id + XChaCha20-Poly1305) und enthält Konten samt Zugangsdaten, Whitelist, Blacklist-Quellen, Einstellungen, Lizenz, Lernlisten und Scan-Verlauf – damit lässt sich nach einer Neuinstallation alles wiederherstellen, auch mit künftigen Programmversionen. Eine vergessene Passphrase kann nicht wiederhergestellt werden. Grenzen: Schadsoftware, die unter deinem eigenen Windows-Benutzer läuft, kann wie jedes Programm dieses Benutzers auf den Schlüssel zugreifen, und kurze Passphrasen (ab 4 Zeichen erlaubt) lassen sich leichter erraten – empfohlen sind 12 Zeichen oder mehr.
Welche Bedrohungen erkennt AtlayaSpamHunter im Detail?
| Art | Typisches Beispiel | Gefahr |
|---|---|---|
| Bitcoin-/Krypto-Spam | „Bitcoin verdoppeln“, „Wallet wartet auf Auszahlung“ | Betrug, Wallet-Diebstahl |
| Krypto-Investmentbetrug | „500 € einzahlen und 8.000 € verdienen“ | Geldverlust |
| Krypto-Sextortion | „Ich habe dich über deine Webcam aufgenommen. Zahle Bitcoin.“ | Erpressungsversuch, meist Bluff |
| Fake-Wallet-Mail | „MetaMask/Ledger/Krypto-Konto muss bestätigt werden“ | Seed Phrase / Wallet wird gestohlen |
| Phishing | PayPal, Amazon, DHL, Sparkasse, Microsoft usw. | Passwort-/Kontodiebstahl |
| Credential Phishing | Gefälschte Microsoft-365-/Google-Anmeldeseite | Benutzername + Passwort |
| 2FA-Phishing | Seite verlangt zusätzlich SMS-/TOTP-Code | Kontoübernahme trotz 2FA |
| Passkey-/OAuth-Phishing | „App Zugriff erlauben“ | Angreifer bekommt Kontozugriff |
| Fake-Rechnung | Telekom, Amazon, Hosting, Stromrechnung | Schadsoftware oder Zahlungsbetrug |
| Fake-Mahnung | Anwalt, Inkasso, Gericht, Finanzamt | Panik erzeugen → Link/Datei öffnen |
| Paket-Spam | „DHL Paket konnte nicht zugestellt werden“ | Phishing / Kreditkartendiebstahl |
| Bank-Spam | „Konto gesperrt“, „Neue Sicherheitsprüfung“ | Banking-Zugangsdaten |
| PayPal-Spam | „Zahlung über 899 € autorisiert“ | Fake-Hotline / Phishing |
| Microsoft-Spam | „Passwort läuft heute ab“ | Microsoft-Kontoübernahme |
| Google-Spam | „Ungewöhnliche Anmeldung festgestellt“ | Google-Kontoübernahme |
| Apple-Spam | „Apple-ID deaktiviert“ | Apple-ID-Diebstahl |
| CEO-/Chef-Betrug | „Überweise schnell 18.500 €“ | Business Email Compromise |
| Lieferantenbetrug | „Unsere Bankverbindung hat sich geändert“ | Überweisung an Täter |
| Support-Betrug | „Microsoft Support kontaktieren“ | Fernzugriff auf PC |
| Tech-Support-Telefonnummer | Mail nennt Telefonnummer statt Link | Täter überredet zu AnyDesk etc. |
| Malware-Anhang | ZIP, ISO, EXE, JS, LNK, MSI | Trojaner |
| Office-Malware | Word-/Excel-Datei mit Makros | Schadcode |
| PDF-Phishing | PDF enthält „Rechnung ansehen“-Link | Phishingseite |
| HTML-Anhang | invoice.html / secure-message.htm | Lokale gefälschte Loginseite |
| QR-Code-Phishing | QR-Code „zur Anmeldung scannen“ | Umgeht viele Mailfilter |
| Infostealer | Schadprogramm aus Anhang/Download | Browser-Passwörter, Cookies, Wallets |
| Ransomware | Schadsoftware verschlüsselt Dateien | Datenverlust / Erpressung |
| Remote-Access-Trojaner | RAT / Backdoor | Fremdzugriff auf Rechner |
| Banking-Trojaner | Schadsoftware überwacht Banking | Kontodiebstahl |
| Session-Cookie-Diebstahl | Stealer klaut Browser-Cookies | Login teilweise ohne Passwort/2FA |
| Fake-Antivirus | „5 Viren entdeckt“ | Schadsoftware / Abo-Falle |
| Abo-Falle | „Ihr McAfee/Norton-Abo läuft ab“ | Kreditkartendaten |
| Gewinnspiel-Spam | „Sie haben ein iPhone gewonnen“ | Daten-/Kreditkartendiebstahl |
| Erbschaft/Nigeria-Scam | Millionen-Erbschaft oder ausländischer Prinz | Vorschussbetrug |
| Romance Scam | Kontaktaufnahme → später Geldforderung | Langfristiger Betrug |
| Job-Scam | „500 € pro Tag von zuhause“ | Identitätsdiebstahl / Geldwäsche |
| Fake-Kleinanzeigen-Mail | angebliche Zahlung/Versandbestätigung | Zugangsdaten/Geld |
| Fake-GitHub-Mail | „Repository security issue“ | GitHub-Token/Konto |
| Domain-/Hosting-Spam | „Ihre Domain läuft heute ab“ | falsche Rechnung / Phishing |
| Spear Phishing | Persönlich auf dich zugeschnitten | besonders glaubwürdig |
| Thread Hijacking | Antwort erscheint in echter alter Mail-Konversation | extrem schwer erkennbar |
| E-Mail-Spoofing | Absender sieht aus wie chef@firma.de | Identität wird vorgetäuscht |
| Lookalike-Domain | paypaI.com statt paypal.com | schwer erkennbare Fälschung |
| Unicode-Domain | kyrillisches „а“ statt lateinischem „a“ | optisch fast identische Domain |
| Tracking Pixel | unsichtbares 1×1-Bild | bestätigt, dass Adresse aktiv ist |
| Tracking-Link | individueller Link | verrät Klick, IP, Browser usw. |
| Subscription Bombing | Hunderte Newsletter gleichzeitig | soll wichtige echte Mail verstecken |
| Backscatter Spam | Fehlermeldungen zu Mails, die man nie verschickt hat | Absenderadresse wurde gefälscht |
Besonders trickreiche Maschen im Detail
1. Sextortion
„Ich habe deinen Computer gehackt und dich über die Webcam aufgenommen.“ Danach folgt eine Bitcoin-Adresse und eine Frist, z. B. „Zahle 1.200 USD innerhalb von 48 Stunden.“ Sehr häufig enthält die Mail sogar ein altes echtes Passwort des Empfängers – meist aus einem früheren Datenleck, um die Behauptung glaubwürdig zu machen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Rechner tatsächlich gehackt wurde.
2. Bitcoin-Wallet-Gewinn
„Your Bitcoin wallet balance: 2.438 BTC“ oder „Sie besitzen 37.500 € Bitcoin.“ Danach soll man sich auf einer Webseite anmelden und angebliche „Gebühren“ zahlen. Ein klassischer Vorschussbetrug – die vermeintlichen Coins existieren nicht.
3. Fake-Börse
Bekannte Namen werden missbraucht: Binance, Coinbase, Kraken, Ledger, Trezor, MetaMask. Beispiel: „Withdrawal of 0.82 BTC detected.“ mit einem Button „CANCEL TRANSACTION“, der auf eine Phishingseite führt.
4. Seed-Phrase-Diebstahl
Besonders gefährlich: „Your wallet needs verification.“ Danach werden die 12 oder 24 Wörter der Wallet-Recovery-Phrase verlangt. Wer diese Wörter bekommt, besitzt praktisch die Wallet.
QR-Code-Phishing: Der Link steckt nur im Bild
Eine scheinbare Microsoft-Mail: „Ihr Microsoft-365-Passwort läuft ab.“ Darunter befindet sich kein klassischer Link, sondern nur ein QR-Code mit der Aufschrift „Scan QR Code to verify account“. Das ist für Mailfilter deutlich schwieriger zu erkennen, weil die schädliche Internetadresse nur im Bild steckt – nicht im auslesbaren Text der Mail. AtlayaSpamHunter behandelt QR-Codes in Mails deshalb als eigene Bedrohungsart (siehe Tabelle oben).
Thread Hijacking: die vielleicht gefährlichste Masche
Angenommen es gab tatsächlich eine echte Unterhaltung zwischen dir und einem Lieferanten. Monate später kommt eine Antwort in genau diesem alten Gesprächsverlauf: „Re: Bestellung 4711 – Hier die korrigierte Rechnung.“ Die vorherige, echte Unterhaltung steht direkt darunter – nur der neue Anhang ist verseucht. Das passiert häufig, nachdem das Mailkonto eines Geschäftspartners kompromittiert wurde. Weil der gesamte Gesprächsverlauf echt ist, ist diese Masche extrem schwer zu erkennen.
Social Engineering ganz ohne Anhang oder Link
Eine E-Mail muss nicht einmal einen Anhang enthalten, um gefährlich zu sein. Ein Angreifer kann versuchen, allein über Social Engineering etwas auszulösen: „Rufen Sie dringend unsere Sicherheitsabteilung an: 030 …“ Wer anruft, bekommt von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter gesagt: „Installieren Sie bitte AnyDesk.“ Damit wird aus einer harmlosen Textmail ein vollständiger Fernzugriff auf den eigenen Rechner – ganz ohne Schadsoftware im Anhang.