AtlayaSwitch.
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FAQ

Häufige Fragen zu AtlayaSwitch als Ein-Klick-Profilwechsler für GrapheneOS.

Kostenlos

Dieses Programm ist kostenlos. Du lädst es direkt auf dieser Webseite herunter. Der Quellcode liegt auf GitHub.

⚠ Wichtig: Was ist der Sicherheits-Kompromiss bei Shizuku und ADB?

Shizuku und ADB sind auf GrapheneOS ein echter Kompromiss. Shizuku lässt sich nur über den Android-Debugging-Dienst (adbd) starten. Deshalb müssen Entwickleroptionen und USB-Debugging dauerhaft an bleiben, und Drahtloses Debugging nach jedem Neustart kurz. Das ist mehr Angriffsfläche als bei einem Gerät ohne – wer GrapheneOS genau dafür nutzt, sollte diese App bewusst abwägen.

Was AtlayaSwitch dagegen tut: Nach dem Shizuku-Start schaltet die App Drahtloses Debugging selbst wieder aus, damit kein Debugging-Zugang im Netzwerk offen bleibt.

Was sie nicht kann: USB-Debugging ausschalten. Sind USB- und Drahtloses Debugging aus, beendet Android adbd – und damit auch Shizuku. Dann kann der Icon-Tap nicht mehr wechseln.

Größtes Restrisiko: Ein einmal mit „Immer erlauben“ freigegebener Computer bleibt ein dauerhafter Schlüssel. Nur den eigenen, gesicherten Rechner freigeben, im Zweifel „USB-Debugging-Autorisierungen widerrufen“ nutzen und in GrapheneOS den automatischen Neustart aktivieren.

Was genau ist AtlayaSwitch?

Eine kleine Android-App, die per Tap auf ihr Icon sofort zu einem vorher festgelegten GrapheneOS-Nutzerprofil wechselt – ohne Profilauswahl, ohne Passwortabfrage im Zielprofil. Gedacht für ein unverfänglich befülltes Tarn-/Duress-Profil, das in einer unangenehmen Situation (Kontrolle, Nötigung, Diebstahl) sofort erreichbar sein soll.

Wofür ist das Tarnprofil da – und was sieht jemand darin?

Es ist die erste Stufe eines abgestuften Schutzes: Wer dein entsperrtes Handy sehen will, bekommt ein glaubwürdiges, belangloses Profil zu sehen – und zunächst nichts von deinen anderen Profilen. So musst du nicht sofort den härtesten Schritt gehen, sondern kannst der Lage angemessen reagieren. Genaueres steht in der Hilfe.

Was gehört ins Tarnprofil – und was nicht?

Hinein: ein paar harmlose Alltagsfotos, unauffällige Apps (Kamera, Karten, Wetter, Notizen, ein Browser mit neutralem Verlauf), Belangloses. Nicht hinein: echte Konten, Chats, Passwortmanager, Banking, private Fotos oder Dokumente, AtlayaSwitch und Shizuku selbst, alles was auf weitere Profile hindeutet – und kein Lock im Tarnprofil, denn wer dort landet, hat vollen Zugriff auf alles darin. Die ausführliche Liste steht in der Hilfe.

Fällt ein leeres Tarnprofil nicht sofort auf?

Doch – deshalb sollte das Zielprofil plausibel mit Alltagsinhalten gefüllt sein (einige Fotos, ein paar Apps, etwas Verlauf), damit ein kurzer Blick nichts Auffälliges findet. Auch dann lässt es sich als „nicht das Hauptprofil“ erkennen: AtlayaSwitch ist kein Schloss und ersetzt keine sorgfältige Vorbereitung.

Was, wenn jemand merkt, dass es weitere Profile gibt?

Dann entscheidest du selbst, ob du eine Stufe weitergehst: Du kannst dem Gegenüber die Duress-PIN von GrapheneOS als angeblichen Entsperrcode nennen. Gibt er sie ein, vernichtet GrapheneOS die Verschlüsselung – die Daten sind unwiederbringlich unlesbar und du bist geschützt. AtlayaSwitch löst das nicht aus und ersetzt es nicht; die Vernichtung ist endgültig, also halte Sicherungen bereit und bedenke die Rechtslage deines Landes. Alles Weitere in der Hilfe.

Darf AtlayaSwitch selbst im Zielprofil installiert sein?

Nein, nie. Das Zielprofil ist das bewusst unverfängliche Tarnprofil, das auch Dritte (z. B. bei einer Kontrolle) zu sehen bekommen dürfen sollen – AtlayaSwitch dort installiert zu haben würde selbst verraten, dass es einen versteckten Wechselmechanismus gibt. Seit v1.7 prüft die App das bei jeder Zielprofil-Auswahl automatisch und zeigt bei Bedarf eine deutliche Warnung mit Ein-Tap-Entfernung direkt in den Einstellungen.

Brauche ich Root für AtlayaSwitch?

Nein. Der Nutzerwechsel läuft über Shizuku, das mit den Rechten der ADB-Shell arbeitet – kein Root, keine sharedUserId. Shizuku muss nach jedem Geräte-Neustart neu gestartet werden, auf Wunsch ganz ohne PC, siehe Hilfe.

Funktioniert AtlayaSwitch auch auf normalem Android?

Entwickelt und getestet ist AtlayaSwitch für GrapheneOS mit dessen Mehrbenutzerprofilen. Technisch setzt die App nur einen aktivierten Mehrbenutzer-Modus und Shizuku voraus – auf anderen Systemen wurde das bisher nicht geprüft.

Gibt es den Quellcode öffentlich?

Derzeit nicht: Der Quellcode ist aktuell nicht öffentlich einsehbar. Für AtlayaSwitch gilt seit Version 1.8 die Atlaya Source-Available License (ASAL) v1.0 – das ist keine Open-Source-Lizenz: Ändern, Weitergeben oder kommerzielle Nutzung sind ohne Erlaubnis nicht gestattet.

Ist ADB/Shizuku ein Sicherheitsrisiko?

Es ist ein echter Kompromiss, aber kein offenes Scheunentor für jeden. Ohne Root lässt sich Shizuku nur über das Android-Debugging starten. Ein unbekannter Rechner kann sich aber nicht einfach verbinden: USB-Debugging verlangt einen am Gerät bestätigten Rechner (RSA-Schlüssel), Drahtloses Debugging zusätzlich einen einmaligen Pairing-Code. Das eigentliche Risiko ist ein bereits autorisierter Rechner – dessen Schlüssel wirkt wie ein dauerhafter Generalschlüssel. Drahtloses Debugging schaltet sich nach dem Start automatisch wieder aus; GrapheneOS' "Auto-Reboot" (Before-First-Unlock-Zustand) und "USB-Debugging-Berechtigungen zurücksetzen" begrenzen das Risiko zusätzlich. Details in der Hilfe.

Was passiert nach einem Neustart des Handys?

Shizuku läuft nach einem Neustart nicht mehr, auch nicht nach dem automatischen Neustart von GrapheneOS. Bis du es im Profil „Eigentümer“ neu gestartet hast, kann AtlayaSwitch nicht selbst wechseln: Ein Tap auf das Icon öffnet dann still den normalen Android-Nutzerwechsel, über den du das Zielprofil von Hand wählst. Der Neustart von Shizuku geht ohne PC, siehe Hilfe.